• Die Beschaffungspreise steigen
    Der Preis, zu dem die Energieversorger Strom und Gas beschaffen können, hat sich in den letzten Monaten vervielfacht. Dies hat sehr unterschiedliche Gründe.
    Die Preise praktisch aller Energieversorger in Deutschland sind ganz erheblich angestiegen, wie ein kurzer Blick in ein Vergleichsportal zeigt.
  • So funktioniert der Einkauf
    Um die Versorgung kalkulieren zu können, wird Energie über zwei Quellen eingekauft, den Terminmarkt und den Spotmarkt.
    Am Terminmarkt werden langfristig Lieferungen mehrere Jahre im Voraus zu einem festen Preis abgeschlossen, damit ist man von Preissteigerungen unabhängig.
    Weil niemand weiß, wieviel Energie die Kunden tatsächlich benötigen, wird ein Teil kurzfristig am Spotmarkt gekauft. Wenn ein Unternehmen plötzlich viele neue Kunden bekommt, muss die Energie zum aktuellen Preis dazugekauft werden – und das ist im Moment extrem teuer.
  • Was treibt die Preise?
    Grund für diese Entwicklung ist ein Zusammentreffen mehrerer preistreibender Faktoren. Das ungewöhnlich kalte Jahr, der lange Winter und die weltweit gestiegene Nachfrage nach Energie durch die konjunkturelle Erholung nach der Corona-Krise spielen hier eine Rolle. Beim Strom sind außerdem die Netznutzungsentgelte gestiegen, so dass insgesamt die Senkung der EEG-Umlage »aufgefressen« wurde; beim Gas sind die Kosten für die CO2-Abgabe gestiegen.
  • Preisentwicklung
    Durch die hohen Einkaufspreise müssen wir unsere Strom- und Gaspreise erhöhen. Wir wollen das Preisrisiko durch zu viele Neukunden nicht auf unsere Bestandskunden abwälzen, und darum müssen wir in 2022 für Neukunden einen anderen, höheren Preis berechnen.
  • Neukunden
    Im Moment haben wir die paradoxe Situation, dass jeder neue Kunde für ein Unternehmen ein hohes Risiko bedeutet. Wir haben eine bestimmte Menge Energie zu kalkulierbaren Kosten bestellt, und alle zusätzlichen Mengen müssen auf dem teuren Spotmarkt beschafft werden. Viele
    – auch sehr große – Gasanbieter nehmen zurzeit keine neuen Kunden mehr an, oder sprechen sogar Kündigungen aus.
  • Aussichten
    Langfristig ist zu erwarten, dass fossile Energie grundsätzlich teurer werden wird, um die Klimaziele zu erreichen. Die derzeitigen sprunghaften Steigerungen sind allerdings weder »normal« noch beabsichtigt. Viele Experten gehen davon aus, dass die Preise sich im Laufe
    des kommenden Jahres wieder beruhigen.
  • Wir arbeiten für Sie!
    In der Summe sind diese Erhöhungen natürlich sehr ärgerlich, aber die aktuelle Marktlage lässt uns leider keine andere Wahl.
    Wir versprechen Ihnen, dass wir – wie immer – jede Gelegenheit nutzen werden, die Preise auch schnell wieder zu senken, sobald dies möglich ist, und dass wir jeden Einkaufsvorteil an unsere Kunden weitergeben.
    Sollten Sie noch Fragen zu dem Thema haben, sprechen Sie mit uns.